Berichte aus dem GSV

Zum (wieder) Warmwerden – Dies und Das und Allerlei (5) - 24. Juni 2011
Der letzte Spargel und noch einiges mehr - 27. Juni 2011
Hochzeitstag bei Pinots - der kulinarische Aspekt - 18. Juli 2011
Eine Woche mit dem Crockpot - 22. Februar 2012)


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Zum (wieder) Warmwerden – Dies und Das und Allerlei (5) - 24. Juni 2011

Hallo zusammen,

jetzt habe ich mich ja schon einige Tage (oder Wochen… oder Monate…) lang nicht mehr zu Wort gemeldet – zu Beginn lag das ganz einfach an der Arbeitsbelastung, die mir keine Zeit für die nötige Muße ließ, hier etwas einzustellen. Dann, das will ich gerne gestehen, lag’s daran, dass die Routine nachließ, die einen ganz automatisch dazu bringt, sich zu Beginn des Kochens nicht nur ein Glas Wein einzuschenken, sondern auch den Photoapparat zu richten – und wenn man dann dachte: das sollte eingestellt werden, gab‘s keine Bilder…

Und nicht zuletzt, auch das will ich ganz offen sagen, hat sich das Forum ein bisschen verändert: zum Einen gibt’s inzwischen täglich soviele Beiträge (und auch dies ganz offen: stark unterschiedlicher Relevanz), dass ich mich fragte, ob es meinen Beitrag denn jetzt wirklich noch braucht. Und zum Anderen hat sich auch der Ton, der hier ja durchaus immer schon von einer, nun ja, erfrischenden Offen- und Direktheit war, gewandelt hin zu einer gewissen Aggresivität und Mimosigkeit, die nicht unbedingt mein Ding ist.

Aber andererseits: was soll’s, Beiträge kann man lesen oder aussortieren, ich bin lange genug bei Waldorf und Statler in der Loge gesessen, Spaß macht’s ja eigentlich auch, sein Essen zu präsentieren, wer von anderen lernt, sollte auch mal was zurückgeben, und was der Begründungen mehr ist – ich will mal wieder ein bisschen was beitragen.

Starten will ich mit einer weiteren Folge Dies und Das und Allerlei – schließlich will erstmal die Speicherkarte der Kamera geleert werden, und Ihr kommt dabei auf den aktuellen Stand meiner kochtechnischen Ausstattung. Ohne große Strukturierung und mehr oder weniger chronologisch geht’s nun los – wer Detailfragen hat, soll sie bitte stellen.

So etwas gab’s und gibt es immer wieder, weil es einfach lecker ist: eine Hähnchenpfanne mit Kartoffeln und Gemüse:







Und so wurden unter anderem die Gartenfrüchte konserviert: Brombeerlikör (es sind tatsächlich noch ein paar (wenige) Flaschen da…)



Und das ist natürlich immer gut: Pulled Pork…



…mit den Hamburgerbrötchen nach Ketex,…



…keinem Cole Slaw, sondern einem gebrühten Krautsalat



…einfach herrlich:



Das hier war mal ganz anders zubereitet: Holzfällersteaks



…kurz direkt angegrillt…



… dann mit Zwiebeln und Senf in eine Pfanne…



…aufgegossen mit Brühe und Sahne, sanft gegart…



…ein ganz zartes und leckeres Essen:



Und wenn wir so einen Rindfleischsalat essen…



…oder gar einen Tintenfischsalat



…dann freuen sich die Kinners allemal über einen Fischstäbchenburger…



Der Wok darf natürlich auch nicht unbeschäftigt bleiben, hier mit einer Schweinebauch -



Zucchini-



-Kokos-



-Pfanne:



Ja, und gebacken wird im Hause Pinot natürlich nach wie vor, seien es Einback



…Baguette…



…herzhafte Brote…





Specksemmeln



…ein Kassler im Brotteig…



…oder leckere Kuchen (ein Apfel-Rührkuchen - Torta con le mele):



Und Messer nass schleifen tu‘ ich jetzt auch…



Hier kommt eine kurze Lobpreisung auf eines meiner liebsten Schmorbratenstücke: das Schaufelstück vom Rind (mit Knödeln aus dem Reiskocher – sehr empfehlenswert!):

















Dieses Essen hab‘ ich mit meinem Großen zusammen gemacht (der kocht sogar, wenn er ein Cordon bleu dafür kriegt…):





Und wenn’s frische Pfifferlinge gibt…



…müssen die natürlich verarbeitet werden, sei es mit Zucchini etc…



…als Pastasauce…



…oder zu Semmelnknödeln…



À propos Pasta – die gibt’s natürlich ständig und in allen Variationen:



Außerdem wurden und werden immer wieder Anregungen aus dem GSV nachgebaut…





… Altbewährtes wie Lachstorte …



…oder selbst gepökeltes Corned Beef wieder gemacht …



…aber auch bis dato Unbekanntes wie Schlutzkrapfen ….



…oder Labskaus ausprobiert:



Immer wieder gibt es natürlich Schmorgerichte, Beinscheiben sind einfach herrlich:

















Ach ja, und zum Schluss noch meine zwei nettesten Neuerwerbungen – da ist einmal ein kleines Grillchen für den Balkon:





Und vor allem ein g‘scheiter Fleischwolf:



Der dann solche Folgen hat:





So, jetzt ist’s erstmal genug, demnächst kommen dann wieder vernünftige Beiträge.

Habt ein schönes Wochenende!

Die Rezepte dazu

Hähnchenpfanne mit Gemüse

Das Gemüse putzen und portionieren (die Zwiebel achteln, die Knoblauchzehen halbieren), die Kartoffeln schrubben oder schälen und vierteln oder halbieren.

Das Gemüse in einer mit Olivenöl ausgepinselten Fettpfanne gleichmäßig verteilen, die mit Salz, Pfeffer, Paprika und Zitronensaft gewürzten Hühnerteile darauf legen und darauf noch Speckscheiben, Zitronenscheiben und Kräuter legen. Alles mit reichlich Olivenöl beträufeln und bei 200° auf mittlerer Schiene ca. 1 Stunde braten, evtl. nach ½ Stunde noch Weißwein über das Gericht gießen.

Chicken-Nuggets mit Curry-Sauce

Zunächst alle Zutaten für die Curry-Sauce in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln. Sternanis und Zimt herausfischen, mit dem Zauberstab glatt pürieren, dabei ggf. noch etwas Wasser zugeben und abschmecken (je nach Süße der Äpfel noch Zucker, evtl. mehr Essig). Die Sauce kann lauwarm oder kalt serviert werden - falls nach dem Panieren noch Chips übrig sein sollten: dippen!

Die Hähnchenbrustfilets in ca. 4x4 cm Stücke schneiden, 3 Eier in einem tiefen Teller aufschlagen und die Nacho-Chips in einer Tüte mit dem Fleischhammer (oder Nudelholz) kleinbröseln. Die Hähnchenstücke mit Salz und Pfeffer würzen, mehlieren, in den geschlagenen Eiern wenden und dann mit den kleingekrümelten Nacho-Chips panieren.

Die Nuggets auf Spieße stecken und auf einem Spießhalter indirekt und ohne Kontakt zum Grillrost bei 180° ca. 25 Minuten grillen. Zwischendrin die Spieße einmal wenden und umsortieren zum gleichmäßigen Garen.

Die Nuggets mit der Curry-Sauce und Basmati oder Pommes Frites servieren.

Mit Rotwein, Zitrus und Steinpilzen geschmorte Beinscheibe

Gemüse bis auf Tomate und Steinpilze würfeln und mit Knoblauchzehen, Zitrusschalen, Speck, Gewürzen, Grappa und Wein mischen und in einen Gefrierbeutel zum marinieren geben. Gut zuklipsen und über Nacht oder auch zwei im Kühlschrank marinieren lassen.

Abgießen, die Marinade und Gemüse dabei auffangen, die Beinscheibe trocken tupfen. Von den Zitrusschalen nur je eine halbe später zum Schmoren dazugeben, sonst wird der Geschmack zu intensiv.

Ofen auf 140° vorheizen. Steinpilze in warmem Wasser einweichen, die Tomate würfeln. Die Beinscheibe anbraten, aus dem Topf nehmen. Das Gemüse anschwenken, es darf dabei leicht Farbe nehmen. Die Beinscheibe wieder dazugeben und mit etwas Marinade ablöschen, einköcheln lassen, wieder ablöschen, einköcheln lassen, wieder... Solange bis die Hälfte der Marinade aufgebraucht ist. Dann den Rest zugeben und zugedeckt im Ofen weich schmurgeln (dauert gute 3 Stunden). Das Fleisch herausnehmen und in Alufolie gewickelt im abgeschalteten Ofen warm stellen. Die Sauce durch ein Sieb passieren und einreduzieren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker abschmecken und mit kalter Butter montieren.

Dazu frisch gebackenes Baguette und grünen Salat.

Gebratene Kartoffelroulade

Sehr hübsche Beilage zu Gerichten mit Sauce, einfach zu machen und lässt sich gut vorbereiten.

Für die Roulade Kartoffeln mit Schale in Salzwasser in etwa 30 Minuten garen. Etwas abgekühlt pellen und durch eine Presse drücken. Dann mit Salz, Muskat und Pfeffer würzen. Eigelb, Parmesan, Thymian und Stärke unterarbeiten, bis eine glatte Masse entsteht.

Teigblätter übereinander legen, mit Butter bepinseln. Die Kartoffelmasse ca. 0,5 cm hoch darauf streichen (Abschlussrand freilassen!) und alles zu einer Roulade einrollen (nach dem Aufrollen ungefüllte Teigenden abschneiden).

Roulade zunächst straff in Frischhaltefolie, dann in Alufolie einrollen. In einem Dampfgarer bei 90-95 Grad je nach Dicke ca. 20 Minuten lang pochieren. Anschließend eingewickelt im Kühlschrank auskühlen lassen.

Zum Fertigstellen die Kartoffelroulade auswickeln, in Scheiben schneiden und in Butterschmalz goldgelb braten.

Gebrühter Krautsalat

Weißkohl vierteln, Strunk rausschneiden und fein hobeln, leicht salzen.

Den Zucker hellbraun karamellisieren, mit Essig ablöschen, um die Hälfte reduzieren. Mit Brühe aufgießen, aufkochen und über Salat geben. Mit Salz, Cayennepfeffer, Pfeffer und gemörsertem Kümmel abschmecken, Öl unterheben und mindestens 15 Minuten ziehen lassen.

Den Speck in feine Würfel schneiden, in Pfanne auslassen, vor dem Servieren über den Salat geben.

Rindfleischsalat

Das Rindfleisch hat eine Brühe gemacht und darin etwas abkühlen dürfen. Dann wird es in hauchdünne Scheiben, anschließend in Streifen geschnitten.

Zwiebeln in Ringe schneiden, den Knoblauch fein würfeln, die restlichen Zutaten in dünne Streifen schneiden (die Tomaten häuten und entkernen, die Apfelstücke kurz in kaltes Salzwasser tauchen, damit sie weiß bleiben).

Die Saucenzutaten verrühren, über den Salat gießen, zugedeckt mindestens 1 Stunde durchziehen lassen, abschmecken und mit den Kräutern bestreuen.

Bunter Oktopussalat

Einen Topf mit Wasser aufsetzen, der den Oktopus gerade eben bequem aufnehmen kann. Lorbeerblätter und Pfefferkörner hinzufügen. Kräftig salzen (pro Liter 30 Gramm Salz, das entspricht Meerwasserkonzentration).

Sobald es kocht, den sorgfältig gereinigten Oktopus hineingeben. Erneut zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren - der Oktopus darf nur leise ziehen, auf keinen Fall sprudelnd kochen, sonst wird er zäh. Nach zehn Minuten den Herd ganz ausschalten, den Oktopus in der nachlassenden Hitze langsam gar ziehen lassen. Das dauert seine Zeit, deshalb sollte man das ruhig bereits am Morgen oder sogar Vortag tun.

Bis zum Servieren den Oktopus im Sud aufbewahren, so bleibt er im Kühlschrank einige Tage lang frisch. Bevor er zum Salat weiterverarbeitet wird, kann er im Sud nochmals lauwarm gemacht werden.

Den Tintenfisch in 0,5 bis 1 Zentimeter breite Streifen schneiden. Der Mund ist nicht genießbar und wird zusammen mit den Augen vorsichtig herausgeschnitten.

Die übrigen Salatzutaten putzen, waschen und herrichten: Paprika in Streifen, Frühlingszwiebeln in nicht zu feine Ringe schneiden, Bleichsellerie in Scheibchen. Die Kartoffeln würfeln, Chilischote in Streifen und alles, auch die Bohnen und einige abgezupfte Petersilienblätter, mit dem klein geschnittenen Tintenfisch mischen.

Für die Marinade Knoblauch in eine Schüssel pressen, fein geschnittene Petersilie, Salz, Pfeffer, Zitronensaft sowie abgeriebene Zitronenschale und das Öl unterrühren und cremig aufschlagen. Zunächst den Oktopus hinzufügen, damit er möglichst viel von der Marinade aufsaugt. Dann die Zutaten hinzugeben und alles behutsam untereinander heben. Eine Platte mit Salatblättern auslegen, den Salat darauf anrichten.

Milchbrötchen / Einback

Das Hefestück gehen lassen bis es reif ist. (bei 30° ca. 30 Minuten, bei 28° 45 Minuten, bei 26° ca. eine Stunde - noch kälter: über Nacht).

Dann den Teig kneten und nochmals 30 Minuten ruhen lassen.

Die Brötchen formen, während der Gare und vor dem Backen 2-3 mal mit Milch leicht abstreichen, bei halber Gare einschneiden.

Die Brötchen bräunen durch den Milchzucker sehr schnell, deshalb bei 190° in max. 20 Minuten backen, danach sofort noch mal mit Milch leicht ab pinseln.

Schmeckt am Besten mit Marmelade; wer mag kann auch noch Rosinen oder Schokstückchen in den Teig kneten.

Für richtige Einback formt man Rollen (2 cm dick, 8 cm lang) und legt sie mit etwas Abstand nebeneinander so auf Backpapier, dass sie nach dem Aufgehen mit den Seiten aneinanderstoßen, nicht an Kopf- und Fußenden. Vor dem Backen dann noch mit einem verquirlten Eigelb bestreichen.

Hamburger Brötchen nach Ketex

Zubereitungszeit mindestens 28 Stunden!

Alle Zutaten für den Vorteig gut verrühren, 2. Stunden anspringen lassen und dann für mindestens 10 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Vorteig mit den restlichen Zutaten in der Küchenmaschine 12 Minuten kneten. In eine große Schüssel geben und für mindestens wieder 12 Stunden in den Kühlschrank (5°) stellen.

Am Backtag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 60 Minuten akklimatisieren lassen. Dann den Teig gleichmäßig auf ca. 1 cm Dicke ausrollen und Scheiben von ca. 8 cm (Tasse, Dressierring) ausstechen. Diese Scheiben mit einem Brett vorsichtig noch etwas flach

drücken und auf ein mit einer Dauerbackfolie ausgelegtes Lochblech legen und gegebenenfalls nochmals etwas flach drücken. Jetzt die Scheiben mit Wasser bestreichen und mit Sesamsaat bestreuen. Mindestens für 120 Minuten zur Gare stellen.

Die Scheiben sollten schön aufgegangen sein. Jetzt abbacken bei 220° für 17 - 20 Minuten. Eventuell vorm Einschießen mit Wasser besprühen, damit die Buns nicht oben einreißen. Beim Einschießen einmal schwaden und nach 10 Minuten den Schwaden wieder ablassen.

Speck-Semmeln

Hefe und Zucker in der lauwarmen Milch auflösen, dann das Ei darin verkleppern. Zum Mehl geben und ca. 10 Minuten mit der Küchenmaschine kneten, dabei die flüssige Butter und das Salz zugeben.

Den Teig mit dem Speck mischen und Brötchen à 100 g formen. Abdecken und bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis sie fast doppelt so groß sind.

Bei 200° ca. 20 Minuten backen.

Apfel-Rührkuchen - Torta con le mele

Ofen auf 180° vorheizen, Eine Springform mit Backpapier auslegen, die Äpfel in kleine Stücke schneiden.

Eier, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, bis die Masse weiß ist. Die Butter gut einarbeiten, dann Mehl und Backpulver darüber sieben und unterrühren, ebenfalls die Apfelstücke unterziehen - wer mag, kann jetzt ein wenig Calvados dazuschütten.

Den Teig in die Form füllen und ca. 30-40 Minuten backen. In der Form auskühlen lassen und mit geschlagener Sahne servieren.

Das Gelee nun mit etwas Calvados erwärmen und den abgekühlten Kuchen damit bestreichen.

Der letzte Spargel und noch einiges mehr - 27. Juni 2011

Hallo zusammen,

am langen Wochenende von Fronleichnam hat sich einiges angesammelt auf der Speicherkarte, und bevor als nächstes wieder ein ellenlanger „Dies und Das Allerlei“-Bericht ansteht, will ich Euch lieber ein kleineres Häppchen anbieten.

Wie manche von Euch erinnern, verlängern wir die Spargelsaison durch das kurzzeitige Einfrieren einer Portion (sofort frisch geschält, vakuumiert und gefroren kann man ihn getrost bis zu 4 Wochen ohne nennenswerten Qualitätsverlust einfrieren).

Das hier sollte es dazu geben:



eine schöne Kalbshüfte, ausgepackt...



...zerlegt und mariniert (links hinten ist für den Hund, rechts hinten gibt ne Farce):



Dieses Jahr habe ich mir mal den Spaß gemacht, aufzuschreiben, wie viele Spargel meine Herzallerliebste und ich so vertilgen - 12,5 kg waren’s (pro Nase, den Spargel für die Kinder und die Gäste nicht gerechnet). Dabei hatte ich Gelegenheit, mal die wichtigsten Garmethoden durchzuprobieren (immer bereite ich einen Sud aus den Spargelschalen, Salz, wenig Zucker, wenig Wein) :

stehend in Salzwasser mit etwas Zucker und Weißwein gegart

» die Methode meiner Kindheit, aber bei aller Rührseligkeit: das macht man nicht mehr so!

gedünstet, d.h. den Spargel in Stangen oder in Stücken in einer Lage in eine Pfanne legen, wenig Spargelfond (nur soviel, dass der Pfannenboden gerade nass ist) und ein gutes Stückchen Butter, Salz und Pfeffer dazugeben und zugedeckt bei kleiner Hitze garen.

» schon sehr viel besser, man braucht aber viel Platz im Topf

portionsweise mit Aromaten in Walzfolie gepackt und bei 180-200° ca. 30 Minuten im Ofen oder auf dem Grill gegart

» lecker, gerade für den Grill sehr empfehlenswert, erzeugt aber zuviel Folienmüll

alle Portionen im Bratschlauch, sonst wie die Alupäckchen

» auch ok, besonders bei vielen Portionen, allerdings finde ich, dass die Spargel von ganz unten anders schmecken als die von oben auf dem Spargelstapel

gegrillt

» mal was anderes, kann man machen, muss man aber nicht

in Salzbutter sanft und langsam gebraten

» schon viel besser, braucht aber auch viel Fläche. Unbedingt empfehlenswert für Spargelspitzen, die dann als Dekoration verwendet werden (etwa auf einem Spargelrisotto)

und jetzt schließlich die für mich mit Abstand einfachste, rationellste und vor allem wohlschmeckendste Variante:

gedämpfter Spargel

» die Spargelstangen ganz leicht salzen, einen Hauch zuckern und dann 25-30 Minuten im Dampf garen - perfekte Konsistenz, alle Spargel gleichmäßig gegart, ganz klarer Spargelgeschmack. Und falls man Kartoffeln dazu reicht, garen die gleich kostenlos mit:



Während die garen, wird eine schnelle Sauce Béarnaise vorbereitet:

in ein schmales hitzebeständiges Gefäß 2 El Quark, 2 Eigelbe, 1 Tl Dijonsenf, Salz, Pfeffer, etwas Zucker und Zitronensaft sowie fein gehackte Estragonblättchen (4 Stängel oder 1½ Tl gefriergetrockneter) geben.



Außerdem 150 g Butter in einem kleinen Topf auf dem Herd sprudelnd zum Kochen bringen.

Kurz vor dem Servieren (während das Fleisch ruht) die Quarkmasse mit dem Pürierstab auf höchster Stufe mixen, dann nach und nach die kochende Butter zugießen. Abschmecken und sofort servieren oder kurz im Wasserbad warmstellen. (Quelle: Chili & Ciabatta)

Die Sauce ist der absolute Favorit meiner Frau!



Kurz bevor der Spargel fertig ist, wird das Fleisch in Butter und Olivenöl ...



... kurz von jeder Seite angebraten....



...und kommt dann noch für 5 Minuten bei 80° in den Ofen.

Tellerbild:





Am Freitag musste ich dann etwas gegen diese wild wuchernden Blätter mit den bunten Stielen machen:



5 davon hab ich mir geschnappt...



die Blätter grob geschnitten und in Olivenöl..



zusammenfallen lassen - die werden später mit etwas Hühnerbrühe püriert.



Die Stiele hab ich in feine Streifen geschnitten und mit Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl angedünstet...



...gewürzt mit Kräutern der Provençe, Muskat, S&P...



...dann noch Canaroli dazu und auf die übliche Art ein Risotto zubereitet.



Derweil war Zeit, ein bisschen Basilikum-Pesto zu machen und einige Pinienkerne anzurösten:



Wenn der Risotto fast fertig ist, kommt noch etwas Chili dazu ...



... und als letzte Flüssigkeitszugabe der pürierte Mangold:



Schließlich noch ein gutes Stück Butter und Parmesan...



...und ab auf den Teller, bestreut mit Pinienkernen, zu einem schönen Steinbeißerfilet mit dem Pesto - empfehlenswert! (schade, dass ich das Tellerbild verpatzt habe, das sah nämlich wirklich sehr gut aus...)



Samstag gab’s dann ein Rezept nach Frau Poletto: ein Glas vom selbstgemachten Sauerkraut:



es lebt noch!



Zwiebel, Knoblauch, Schinken in Gänseschmalz andünsten...



...ein El Honig und das Kraut dazu, würzen mit den üblichen Verdächtigen...



...aufgießen mit Orangensaft, Apfelsaft und Weißwein und schon mal 45 Minuten sanft garen lassen.



Derweil eine Putenbrust ...



...würfeln, mit verschiedenen Pfeffersorten (weißer, Telly, Kubeben, grüner Pfeffer und rosa Beeren)...



...sowie Rosenpaprika würzen und mit Olivenöl marinieren.



Die Putenwürfel dann im Garten portionsweise scharf anbraten...



...mit dem Sauerkraut mischen und nochmals 20 Minuten bei sanfter Hitze ziehen lassen.



Dazu gab’s ein paar Majorankartöffelchen:



Zwischendurch den Ziegen-Joghurt-Frischkäse mit rosa Beeren abtropfen lassen:



Am Sonntag schließlich wollte ich das vorgeschnittene American Beef Steak aus der Metro ausprobieren:



Na ja, die Größe ist ziemlich unterschiedlich...



...und die Dicke - oh je (ich kauf ja eigentlich nur Fleisch am Stück - warum musste ich das unbedingt ausprobieren?)



Auf jeden Fall mit einem BBQ-Beef-Rub und Olivenöl gewürzt und ein paar Stunden stehen lassen:



Als Beilage gibt es eine Gemüsepfanne: Zwiebel, Knoblauch, Schinkenwürfel, Salzkartöffelchen in Schmalz anbraten...



...buntes gedünstetes Gemüse dazu...



...ein bisschen braten lassen und fein geschnittene Kräuter einmal quer durch den Garten sowie Kräuterfrischkäse unterrühren:



Die dünnen Dinger hab ich nur ganz kurz gegrillt (das hat noch nicht mal für ein Kreuz-Branding gereicht...) und danach kurz ruhen lassen:



So sah’s dann aus - die Gemüsepfanne war klasse, das Fleisch muss ich nicht nochmal kaufen:



Euch allen eine schöne Woche!

Die Rezepte zu Fronleichnam

Mangold-Risotto

Die Zwiebel, Knoblauch und die Mangoldstiele fein hacken, die Blätter in grobe Streifen schneiden, ggf. die Steinpilze im Weißwein und etwas Wasser einweichen.

Das fein Gehackte sowie ggf. die in Streifen geschnittenen Steinpilze in Butter und Olivenöl andünsten, den Reis dazugeben, kurz mitdünsten und mit dem Weißwein ablöschen. Die Brühe nach und nach zugeben, den Risotto immer wieder umrühren.

5 Minuten vor dem Ende die Mangoldblätter unterheben, abschmecken und kurz vor Schluss Butter und Käse unterrühren.

Mit goldbraun gerösteten Pinienkernen bestreuen.

Sauerkraut nach Poletto

Zwiebel, Knoblauch und Schinken in Gänseschmalz andünsten, den

Honig und das Kraut dazu geben, würzen, mit den Säften und Weißwein aufgießen und 45 Minuten sanft garen lassen.

Wer mag, gibt dann kurz angebratene Putenbrustwürfel oder Streifen vom Schweinenacken dazu, dann lässt man das Kraut nochmals 20 Minuten bei sanfter Hitze ziehen.

Hochzeitstag bei Pinots - der kulinarische Aspekt - 18. Juli 2011

Hallo zusammen,

am Samstag hatten wir Hochzeitstag, und zumindest an den kulinarischen Höhepunkten möchte ich Euch gerne teilhaben lassen.

Zuvor aber muss ich noch das Freitagabendessen zeigen, einen Nachbau eines Rezeptes von HAITHABrUtzler: Petë - auch wenn ich es aus Zeitgründen nicht im DO, sondern im BO gemacht habe (indirekt im Grill würde das auch funktionieren...): das Zeugs ist einfach großartig, Danke für das Rezept.

Da er das genaue Vorgehen in seinem Beitrag sehr schön schildert, hier nur einige Bilder:

Den Hefeteig (ich hatte einen aus 550er Mehl mit 60% Flüssigkeit, davon 1/3 Milch, 2% Salz, angereichert mit Herbes de Provençe und Piri-Piri) in kleine Fladen rollen...



...mit flüssiger Butter bepinseln...



...und zu zwei Stapeln stapeln.



Ein Stapel zur Größe einer Form (oder des DOs) auswellen und belegen (bei mir Mangoldblätter und -stiele, Zwiebel, Knoblauch, Crème fraîche, gekochter Schinken ....



...und Feta)...



...und mit dem Deckel aus dem zweiten Stapel abdecken.



Etwas gehen lassen, einschneiden, mit Schwarzkümmel bestreuen...



...und nach einer guten halben Stunde wieder aus dem Ofen holen:



Mit Butter bepinseln, 10 Minuten ruhen lassen und servieren:



(Hatte ich schon gesagt, dass das großartig schmeckt? Funktioniert übrigens auch wunderbar vegetarisch...)

Aber zum eigentlichen Thema: Samstag früh habe ich zunächst Ciabatta gebacken (den Weizensauerteig hatte ich Donnerstags angesetzt, den Teig am Freitagabend und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen) :



Da es an solchen Tagen immer mal wieder zur Notwendigkeit wird, das eine oder andere Glas Sekt zu trinken, und da es eigentlich nie ein Fehler ist, dazu etwas zu Knabbern zu haben, habe ich ein paar Blätterteigschneckchen gemacht.

Die eine Füllung mit Blattspinat, Frischkäse, Feta, Zwiebel, Knoblauch, Piri-Piri und Cayenne...



...und wenn man’s nicht unbedingt vegetarisch braucht auch mit gekochtem Schinken (die Füllung war übrigens zu üppig, ¾ der Menge hätte gereicht):



Die andere Füllung bestand aus Champignons, Schinken, gekochtem Schinken, Zwiebel, Petersilie, Crème fraîche und Emmentaler:



Und als die dann gerollt und geschnitten waren...



...waren die ersten schon fertig...



...und bald darauf auch die zweite Fuhre:



Da meine Herzallerliebste sich Schnecken à la bourguignonne zum Frühstück gewünscht hatte, mussten noch einige Häuschen befüllt werden:





Danach ging’s mit dem Hund raus, und damit die herrliche Samstagmorgensonne auch an den Frühstückstisch kommt, kamen einige Sonnenblumen mit zurück:



So sah dann der große Schneckchenteller aus...



...und so der kleine...



Danach habe ich noch zwei Füllungen fürs Mittagessen gemacht - einmal Hühnerbrust mit Portwein, Eigelb, Pfeffer, Salz und Thymian...



...einmal Champignons, gekochter Schinken, Schalotte, Knoblauch, Spinat und etwas Hühnerfond ...



...und noch die Vorbereitungen fürs Dessert getroffen...



...und danach ging’s dann raus in den Garten:



Dort habe ich dann irgendwann kleine Stücke vom Schafsrücken angebraten (um’s gleich vorweg zu sagen: mache ich nicht mehr, Lammrücken schmeckt uns um Welten besser...)



...die wurden dann auf der Duxelles auf Blätterteig gebettet...



...mit Senf bestrichen und mit der Hühnerfarce bedeckt...



...und eingerollt.



So kamen sie auf den Grill (nebenan köchelt schon die Portweinsauce)...



...derweil die Beilagen im Dampfgarer garen (ein ungemein praktisches Gerät, gerade fürs Kochen im Garten!)



Und hier das Tellerbild:



Als Dessert gab’s dann ein Kaffeeeis mit Sahne, und dazu muss ich zweierlei sagen:

ich hatte bisher noch nie ein auch nur annähernd so gutes Kaffeeeis

und ich habe tatsächlich vergessen, Bilder zu machen...

Als kläglichen Ersatz ein Sonntagmorgenbild vom kläglichen Rest, den ich eingefroren hatte - man ahnt vielleicht noch die Cremigkeit, die wunderschöne Farbe, den Duft hättet Ihr eh nicht mitbekommen...



Aber als Wiedergutmachung gebe ich Euch das Rezept mit (s.u.)

Alles in allem: fein war’s, lecker und wunderbar!

Euch allen eine schöne Woche

Die Rezepte vom Hochzeitstag

Petë mit Spinat und Schafskäse

Aus Milch, Zucker und Hefe ein Vorteiglein machen, dann einen Hefeteig kneten und 1 Stunde aufgehen lassen.

Derweil die Füllung zubereiten: den Feta zerbröseln, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, den Spinat hacken und blanchieren (beim Mangold die Stiele mit den Zwiebeln anschwitzen) und alles gut mit dem durchgepressten Knoblauch und Schmand vermischen.

Den Teig nochmals kurz durchkneten, und auf einer leicht bemehlten Fläche in 16 gleich große Teile teilen. Jedes Teil zu einer kleinen Kugel formen und dann auf ca. 15 - 20 cm Durchmesser ausrollen. Dann jeden Fladen gut mit Mehl bestäuben, dünn mit der flüssigen Butter bestreichen und jeweils 8 Fladen aufeinanderstapeln.

Den ersten Stapel mit einem Nudelholz auf die Größe der Backform (gusseiserne Pfanne mit hohem Rand oder eine runde Keramikform) ausrollen und in die gut gefettete Form legen. Nun die Füllung darauf verteilen, den zweiten Teigstapel ausrollen und auf die Füllung legen, mit Butter bepinseln und mit Schwarzkümmel bestreuen.

Die Form mit einem Küchentuch abdecken und etwa 15 Minuten gehen lassen.

Nachdem sich das Volumen der Petë etwas vergrößert hat, schneidet man es mit einem scharfen Messer in kleine Quadrate oder Rauten. Die Form bei 250° auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben, und sofort die Hitze auf etwa 200° reduzieren.

Wenn die Oberfläche schön goldbraun ist, lässt man etwa 4 El Butter in einer kleinen Pfanne bräunlich werden und mischt es mit der gleichen Menge Wasser und einer Prise Salz. Damit pinselt man die Oberfläche der Petë ein und bedeckt es mit einem Küchentuch. Noch mindestens 10 Minuten so stehen lassen, damit es nun, während es etwas abkühlt, wieder weicher wird.

Das Ganze funktioniert auch im DO: 30 - 45 Minuten mit 4 unten / 6 oben im DO backen, dabei den DO alle 10 Minuten etwas drehen um "Hotspots" zu vermeiden und ab und zu den Deckel lupfen, um die Feuchtigkeit rauszulassen.

Blätterteigschneckchen mit Schinken oder Spinat und Feta oder Pesto oder Räucherlachs

Katenschinken, Zwiebel, Schmand, Eiweiß und Petersilie in einer Schüssel gut miteinander vermischen und ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Spinat grob hacken, Fetakäse in kleine Stücke schneiden und zum Spinat geben. 1 Ei aufschlagen, verrühren und zu der Spinat-Feta-Masse geben. Alles gut vermischen und ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Blätterteig ausrollen (dabei auf dem Backpapier liegen lassen), und die unteren zwei Drittel der langen Seite mit der Masse belegen, die "Klebenaht" am oberen Rand mit etwas Eiweiß befeuchten. Nun mit Hilfe des Backpapiers den Teig zu einer langen Rolle rollen und ca. eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen oder sogar anfrieren.

Die Rolle mit einem scharfen Messer in ca. 1,5 cm breite Stücke schneiden und diese mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Beim Schneiden verlieren die Schneckchen ihre Form ein wenig, später beim Backen gleicht sich das aber von alleine wieder aus.

Das Ei mit der Milch verrühren und damit die Schneckchen bestreichen, bei 200° ca. 25 Minuten backen, bei den Pesto-Schneckchen dürften 15 Minuten ausreichen.

Weinbergschnecken à la bourguignonne

Die Schnecken abtropfen lassen, die Brühe auffangen.

Die Hälfte der Brühe zusammen mit dem Burgunder, der Petersilie, den fein gehackten Schalotten und Pfeffer bei kleiner Hitze in etwa 15 Minuten vollkommen einkochen und dann abkühlen lassen.

Die Butter mit der feinst gehackten Knoblauchzehe, dem Salz, den fein gehackten Mandeln und der Schalottenreduktion zu einer Kräuterbutter verrühren.

In die Schneckenhäuschen etwas von der restlichen Schneckenbrühe geben, je eine Schnecke hinzufügen, die Häuschen mit der Kräuterbutter zustreichen und mit der Öffnung nach oben auf Schneckenpfannen verteilen. Bei 220° auf der mittleren Schiene etwa 10 Minuten erhitzen, bis die Butter gut aufschäumt.

Pinots eingehülltes Lammfilet

Hühnerbrüstchen in Portwein, Pfeffer, Salz und Thymian marinieren, mit Eigelb und Sahne pürieren.

Die Pilze mit dem Schinken und Schalotte im Mixer zerkleinern. Danach in Butter anbraten, Tomatenmark und Fond zugeben und in 10 Minuten trockendünsten.

Lammfilets mit Dijonsenf, Salz und Pfeffer würzen und kurz anbraten.

Den Blätterteig portionsweise ausrollen bzw. die Schweinenetze ausbreiten, mit den blanchierten Spinatblättern belegen, mit der Hühnerfarce bestreichen und darauf das Filet legen. Obenauf kommt eine Schicht vom Duxel, dann wird alles zusammengerollt. Bei Verwendung von Blätterteig: den überstehenden Teig abschneiden und die Rolle mit einer Sahne-Eigelb-Masse bestreichen.

Bei 225° 20 Minuten backen (im Schweinenetz evtl. etwas kürzer - die Kerntemperatur sollte bei 55° liegen).

Pinots Kaffeeeis

Die Kaffebohnen in einer Pfanne erhitzen, bis sie duften. Dann grob mörsern und mit Milch und Sahne aufkochen, zugedeckt neben dem Herd etwa 45 Minuten ziehen lassen und durch ein feines Sieb geben.

Eigelb und Zucker in einer Schüssel mit dem Schneebesen zu einer Creme schlagen. Die wieder erhitzte Flüssigkeit unter Schlagen mit dem Schneebesen peu à peu dazugeben und zur Rose abziehen (nicht kochen lassen!). Die Creme kalt rühren, dann im Kühlschrank gut durchkühlen lassen und schließlich in der Eismaschine zu Eis gefrieren.

Eine Woche mit dem Crockpot - 22. Februar 2012)

Hallo zusammen,

Volker meinte, es wäre an der Zeit, mal wieder etwas zu schreiben – hat er nicht unrecht damit. Beim Überlegen, zu welchem Thema ich mich äußern sollte, fiel mir der Crockpot ein, den ich mir zu Geburtstag gewünscht hatte und dessen feierliche Übergabe unmittelbar bevorstand.

Inzwischen hab‘ ich ihn, und Ihr könnt jetzt, wenn Ihr wollt, an meinen ersten Versuchen teilnehmen. Da dies tatsächlich meine ersten Kochereien in diesem Teil sind, will ich gerne einen kurzen Dank sagen an die Blogger, die mich inspiriert und angeregt haben: da ist zunächst und schon wieder Petra von Chili und Ciabatta, aber auch Jutta von Schnuppschnüss ihr Manzfred und nicht zuletzt danke ich Annette für das freundliche Überlassen ihrer reichhaltigen Rezeptesammlung.

Diejenigen von Euch, die sich noch an Beiträge von mir erinnern, werden sich auch die gelegentliche Überlänge derselben gegenwärtigen können, deshalb vorab eine kurze Vorschau dessen, was auf Euch zukommt, damit ihr einschätzen könnt, ob sich’s lohnt, dranzubleiben:

Fangen wir mit dem Ragù an, wenn man so will, eine Art italienisches Pulled Pork als Pastasauce…

Zunächst wird eine Schweineschulter gesalzen und gepfeffert und rundum angebraten…



…anschließend werden in dem Bratfett rote und weiße Zwiebeln sowie Knoblauch mit gemörserten Fenchelsamen gedünstet…



…reichlich Knoblauch…



…ein Tomaten-Sugo…



…sowie Thymian und Salbei:



Das Ganze kommt übers Fleisch…



…und während das schmort (1 Stunde auf high, dann 5 Stunden auf low), kann man eine Pasta nach Wahl, aber mit ordentlicher Saucen-Binde-Fähigkeit produzieren:





Während die Sauce brav weiterköchelt, kommt das Fleisch heraus…



…und wird gepulled:



Das Fleisch kommt nochmals kurz in die Sauce und schließlich zur Pasta in den Teller:



Lecker! Schlicht und ergreifend lecker!

Am Tag darauf stand die Apple Butter auf dem Programm: 2 kg Äpfel werden entkernt und geschält (da blieben 1,8 kg übrig) und geschnippelt…



…und mit 150 g Zucker, 2 El Balsamico, 1½ Tl Zimt, ¼ Tl Piment, ¼ Tl Nelke, Salz und 200 ml Apfelsaft in den Pot geschichtet.



Nach 8 Stunden simmern…



…wurde das püriert und mit geöffnetem Deckel zu einer Marmeladen-ähnlichen Konsistenz geköchelt (gute 4 Stunden)



Dann habe ich das Mus in Gläser abgefüllt (ergab 1650 g) und dort harrt es jetzt auf seinen Einsatz als Beilage zu Käse, als Aufstrich zu Hefezopf, im Joghurt, zu Eis mit Rumrosinen oder als geheimes Gewürz im Sauerkraut oder in der Matjes-Terrine zu Aschermittwoch…



Ein geschmortes Hühnchen stand auf dem Plan, kein Coq au vin, eher ein Coq au Cidre, auf jeden Fall aus dem Crock, und der Einfachkeit halber in Form von gehäuteten Schenkelchen:



Zunächst mal salzen, pfeffern und rundum anbraten:





Danach Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Lauch, Sellerie, Zucchini und Tiroler Speck klein schnippeln und braten…



…mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen, mit Calvados ablöschen und mit Cidre aufgießen.



Inzwischen zwei Äpfel würfeln, zu den Hühnchenteilen geben, …



… und mit der Sauce bedecken:



So, und jetzt kommt wieder eines der Worte, die beim Crockpot immer kommen: derweil, in der Zwischenzeit, damit das Warten nicht so lang wird…. Also, wie auch immer, ich habe ein paar Tagliatelle gemacht:





Die Sauce habe ich kurz vor Schluss mit Sahne und Kartoffelmehl gebunden…



…und serviert wurde das mit Champignons à la creme:



Was soll ich sagen: fein war’s, lecker, das Fleisch zart und das Gemüse trotzdem nicht zerkocht – wie sagt Herr Siebeck: schmackofatzig!

Jetzt wird’s höchste Zeit, ein wenig übermütig zu werden: ein Geschnetzeltes ist für mich dünn geschnittenes Fleisch, portionsweise schnell und sehr scharf angebraten, danach noch kurz in der Sauce gar gezogen – definitiv nix fürs Schmoren, also auch ungeeignet für den Crockpot!

Trotzdem wird’s probiert: zunächst Zwiebel, Schalotte und Knoblauch unter Zugabe von etwas Trüffelbutter anschwitzen…



…mit Weißwein ablöschen und mit Hühnerfond (den gab‘s gestern aus den Abschnitten der Hühnerkeulen) aufgießen:



Die in Sojasauce marinierten Schweinefiletwürfel (ein gutes Kilo) ohne Anbraten(!) in den Crockpot geben…



…mit dünnen Champignonscheiben und der Sauce bedecken…



…und 1 Stunde high, 2 Stunden low garen, dann die Sauce abschöpfen…



…mit in Sherry aufgelöster Stärke vermischen, aufkochen, etwas reduzieren und wieder unterrühren.

Derweil (sic!) Knöpfle machen…





…die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Zitronensaft und evtl. auch Kapern verfeinern und mit Preiselbeeren und einem Erbsen-Möhren-Gemüse servieren.



Das schmeckt anders als die kurz gebratene Version. Aber trotzdem sehr, sehr gut (insbesondere die Sauce), man kann wirklich sagen: das ist Soulfood!

Apropos: der Nachtisch gehört auch in diese Kategorie…



Tags darauf stand wieder ein Paradoxon auf dem Prüfstand: ein Kartoffelgratin ohne Überbacken und das auch noch bei niedrigen Temperaturen!

Die Zutaten sind auch anders als in meinem Standardrezept, aber ich bin gespannt und offen:

200 g Sahne, 150 g Milch, Salz, gekörnte Gemüsebrühe, 1 gepresste Knoblauchzehe, Muskat, Pfeffer und ordentlich Majoran direkt im Crockpot verrühren…



…mit einem guten Kilo gehobelten Kartoffeln und je gut 100 g gewürfeltem Gouda und Mozzarella …



…mischen…



…und laut Rezeptvorgabe 6 Stunden auf low garen. Ich hatte 1 Stunde high, dann noch 5 Stunden low und die Kartoffeln waren mir noch deutlich zu bissig. Deshalb habe ich nochmals 2 Stunden auf high zugegeben und das war dann das Ergebnis:



Auf dem Teller mit Pute in Tomatensauce und einem Chinakohl-Paprikagemüse:



Fazit: das Gratin war natürlich kein Gratin, aber als Kartoffelauflauf an sich war das gut (der Käse war unnötig). Mein Standard-Kartoffelgratin ist allerdings deutlich besser, und auch der kann morgens gut vorbereitet werden und ist dann abends recht schnell fertig gestellt, so dass der Zeit- und Aufwandsvorteil hier nicht zum Tragen kommt. Kurz und gut: das war kein Reinfall, aber dafür werde ich den Crockpot nicht mehr hernehmen.

Abschluss der Testreihe: ein badisches Schäufele, Gewicht 1,6 kg (mehr geht beim besten Willen nicht in den kleinen Crockpot):



Begossen hab‘ ich das Schäufele mit einer Brühe aus einer Möhre, einer Stange Staudensellerie, dem Grünen einer Lauchstange, einer roten Zwiebel, Pfefferkörnern, Pimentkörnern und Wacholder sowie 1¼ l Wasser – kein Salz, das Fleisch ist gepökelt (die Brühe hatte ich zuvor aufgekocht und 15 Minuten simmern lassen, da ich sie im Lauf des Garprozesses gegen Sauerkraut austauschen wollte, sie sollte halt von Anfang an Geschmack haben):



Die Zeitvorgabe war 9 Stunden auf low – da mein Schäufele doch recht groß war und ich die Brühe gegen Kraut tauschen wollte, hab‘ ich erst mal 3 Stunden auf high gegart und derweil das Sauerkraut vorbereitet: Zwiebel in Apfelschmalz und Butter angedünstet und ein bisschen Apple Butter dazugegeben…



…dann das Kraut dazu, mit Cidre aufgießen und heiß werden lassen.



Der Pot nach drei Stunden auf high – man sieht nicht wirklich einen Unterschied…



Die Brühe habe ich abgegossen, durchgesiebt und aufbewahrt, dann kam ein Sauerkrautbett in den Pot…



…darauf das Schäufele, das restliche Kraut und ein guter Schluck von der Brühe:



Nach weiteren 4 Stunden auf high und 2 Stunden auf low war’s dann soweit:



Dieses Prachtstück hat nicht nur ganz wunderbar geduftet,…



…es war auch so zart, dass man zum Tranchieren ein wirklich scharfes Messer brauchte (und selbst dann ist es teilweise einfach zerfallen…)



Und zum Abschluss noch ein Tellerbild:



Fazit:

So ein Crockpot ist ein tolles Teil, falls man Schmorgerichte, Eintöpfe etc. liebt und man keine Probleme damit hat, dass schon Stunden vor dem Essen ein immer intensiverer Duft durch die Wohnung zieht.

Mir als passioniertem Frühaufsteher kommt dabei natürlich sehr entgegen, dass ich den Großteil des Aufwands bereits am frühen Morgen betreiben kann und abends das Essen dann recht fix auf den Tisch kommt.

Es ist kein Teil, das unterm Strich Arbeit einspart: Zwiebelchen und Gemüse sollten separat angeschwitzt werden, Beilagen müssen i.d.R. extra zubereitet werden, es lohnt auch, Fleisch vor dem Garen in einer Extra-Pfanne anzubraten u.v.m. – aber das Ergebnis lohnt diesen Aufwand dann auch.

Natürlich kann man fast alles mit einem Schmortopf und einem Backofen simulieren – das Schöne am Crockpot sind die niedrigen Energiekosten und natürlich die Tatsache, dass Ofen und Herd dann frei bleiben für Vorspeisen, Beilagen und Nachtisch ;-)

Für unsere Bedürfnisse (zwei Erwachsene und drei Kinder) reicht der 3,5-l-Pot meistens aus – man sollte jedoch darauf achten, den Keramikeinsatz in einer etwas eigenwilligen Farbe zu wählen. Alle, die bei Neuanschaffungen Argumentationsbedarf haben, können dann nämlich jederzeit farbästhetisch und unwidersprechbar begründen (man beachte oben das 6te Bild mit der Tomatensauce in dem Bordeaux-farben Topf), dass man noch einen zweiten Topf in einer neutralen Farbe braucht (der dann gerne auch etwas größer sein darf…)

Also: das Dingens kostet nicht die Welt, ich bin froh, einen zu haben, und kann die Anschaffung nur empfehlen!

Euch allen eine schöne Woche.

Die Rezepte für den Crock-Pot

Schweineschulter-Ragù

Das Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen. Den Braten großzügig salzen und pfeffern und auf allen Seiten braun anbraten, dann in den Crockpot geben.

Die Hitze etwas reduzieren, Zwiebeln und Fenchelsamen ins Bratfett geben und etwa 10 Minuten schmoren. Nun fein gehackten Knoblauch, Salbei und Rosmarin zugeben. Die Tomaten einrühren, dabei den Bratensatz vom Topfboden kratzen, die Sauce mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen.

Die Sauce über das Fleisch im Crockpot gießen. Den Deckel auflegen und alles 5-6 Stunden auf "low" schmoren, bis das Fleisch ganz zart ist.

Das Fleisch auf ein großes Schneidbrett heben (die Sauce aber weiter im Crockpot schmurgeln lassen), mit 2 Gabeln auseinanderzupfen wie für pulled pork und wieder in die Sauce geben, am Schluss das gehackte Basilikum unterrühren.

Das Ragù passt am Besten zu dickeren Nudeln wie Rigatoni, schmeckt aber auch sehr gut mit Polenta. Wer mag, variiert die Sauce durch Zugabe von gebratenen Zucchini, Auberginen, Paprika etc.

Apple Butter

Die Äpfel schälen und entkernen (da bleiben etwa 1,8 kg übrig), in Schnitze schneiden und mit den restlichen Zutaten gut gemischt in den 3,5-l-Crock Pot füllen. Auf niedriger Stufe 8 Stunden simmern lassen, dann die groberen Stücke zerdrücken, evtl. sogar pürieren und mit geöffnetem Deckel zu einer Marmeladen-ähnliche Konsistenz einköcheln lassen, das kann bis zu 4 Stunden dauern.

Da bleiben etwa 1600 g übrig - in Gläser abfüllen und zu Käse essen, als Aufstrich zu Hefezopf, im Joghurt, zu Eis mit Rumrosinen oder 2 El ins Sauerkraut geben, oder in eine Matjesterrine...

Äbbelwoi-Hinkelsche

Das Hähnchen zerlegen, die Haut abziehen, würzen und in Butter von allen Seiten schön braun anbraten. Die Hähnchenteile herausnehmen und in den 3,5-l-Crockpot legen.

Äpfel und Zucchini würfeln, in den Crockpot geben.

Im Hähnchen-Bratfett das Dörrfleisch und die gewürfelten Zwiebeln anbraten, über Fleisch und Gemüse geben. Den Bratensatz mit Apfelwein und Calvados loskochen, ebenfalls in den Crocky schütten.

Insgesamt 4 Stunden auf high garen. Das Fleisch und 2/3 des Gemüses im Pot belassen, den Rest mitsamt der Kochflüssigkeit in einen Topf gießen und dort pürieren. Aufkochen, die Mehlbutter zufügen und 3 Minuten kochen. Die Hitze reduzieren, die Sahne unterrühren, abschmecken und die Sauce wieder in den Pot schütten.

Mit Tagliatelle servieren.

Frikassée

Die Filets in kleine Würfel schneiden und in der Sojasauce marinieren.

Derweil Zwiebeln und Knoblauch in Butter anschwitzen, mit Weißwein ablöschen und mit Brühe und Sahne aufgießen.

Das Fleisch ohne Anbraten in den Crockpot geben, die in Scheiben geschnittenen Champignons darauf verteilen und mit der Zwiebelsauce bedecken, 1 Stunde auf High und dann 2 Stunden auf Low garen.

Die Sauce herausschöpfen, mit der in Sherry aufgelösten Stärke vermischen, aufkochen, etwas reduzieren und wieder unterrühren.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, nach Geschmack mit Zitronensaft und Kapern verfeinern und mit der gehackten Petersilie bestreuen.

Kartoffelgratin

Die Kartoffeln in 3 mm dicke Scheiben schneiden, den Käse reiben, 150 g davon zur Seite stellen.

Die restlichen Zutaten miteinander vermischen und mit den Kartoffeln in den ungefetteten, kleinen Crockpot geben, alles gut miteinander vermengen. Den restlichen Käse aufstreuen und 4 Stunden auf high garen.

Badisches Schäufele

Das Gemüse grob zerteilen und mit den Gewürzen im Wasser aufkochen und 15 Minuten simmern lassen. Dann alles mit dem Schäufele in den 3,5-l-Crockpot geben und 9 Stunden auf low garen.

Dazu gibt's Sauerkraut mit Kartoffelbrei oder Kartoffelsalat, der mit der Kochbrühe angemacht wurde.

Falls man Sauerkraut macht, kann das auch mit in den Pot: nach drei Stunden auf high die Brühe abgießen und abseihen, dann das bereits gewürzte und angekochte Kraut in den Pot geben, das Schäufele dort hinein betten und mit Brühe auffüllen. Dann noch weitere 4 Stunden auf high und 2 Stunden auf low garen.